Stress loswerden mit dieser einfachen Atemübung

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Moderne Atemforschung

Stress ist Teil unseres Leben. Egal ob im Job, der Beziehung, mit Freunden oder beim Einkaufen an der Kasse. Irgendwo treffen wir diesen guten, alten Kumpel immer wieder. Niemand von uns mag Stress so wirklich, leider ist er aber auch unvermeidlich. Das schöne allerdings ist, dass die moderne Forschung langsam aber sicher altes Wissen aus östlichen Traditionen bestätigt. Die Veränderung unseres Atemrhythmus hilft Stress zu verringern und macht uns gesunder und glücklicher.

Leichter gesagt als getan

Ich atme jeden Tag und trotzdem habe ich Stress, denkst du jetzt vielleicht. Natürlich lässt sich Stress nicht immer vermeiden. Doch wie bei so vielen Dingen im Leben hängt es von unserer Einstellung ab. Ist Stress dein Feind oder schaffst du es dir diesen Feind zum Freund zu machen? Willst du dich jedesmal fremdbestimmen und von dieser einschränkenden Kraft aus der Bahn werfen lassen, oder willst du dir die Zeit nehmen dich aufmerksam zu beobachten und mit ein paar einfachen Tricks, selber dein Leben bestimmen.

Wann hast du das letzte mal ganz bewußt geatmet? Eigentlich ist es faszinierend, das unser Körper das ganz von alleine macht, ohne das wir irgendetwas dafür tun müssen. Einatmen, ausatmen 24 Stunden am Tag, sogar wenn wir schlafen. Bewusst atmen ist ganz leicht, du brauchst nichts anders zu tun, als deinen Atem zu beobachten, wie er ganz von alleine durch dich hindurchfliesst. Wie sich der Atem anfühlt, lang oder kurz, ganz flach oder ganz tief. Nimm dir doch kurz eine Sekunde Zeit zum nachspüren.

Stress und Atmung

Wenn wir unter Stress leiden, verkürzt sich unser Atem. Er wird flacher und wir können nicht mehr genügend Kohlendioxid ausatmen. Dadurch kommt es zu einem Ungleichgewicht zwischen Sauerstoff und Kohlendioxid in unserem Körper. Das wirkt sich negativ auf unser sympathisches Nervensystem aus. Unser Körper geht in den Fight or Flight Modus und schüttet Stresshormone aus. Passiert dies über einen längeren Zeitraum fühlen wir uns oft müde, schlapp und werden schneller Krank. Wenn wir aber entspannt sind und atmen, besteht ein Gleichgewicht zwischen Sauerstoff und Kohlendioxid. Das parasymphathische Nervensystem arbeitet dann und gibt dem Körper das Zeichen, dass er sich entspannen kann. Über die Atmung geben wir unserem Körper also ein Zeichen, wie wir uns fühlen.

Bewusstes Atmen

Wenn wir also bewusst atmen, wirft unser Körper die Stressmaschinerie gar nicht erst an. Und das allerbeste daran ist. Wir können immer und überall bewusst atmen, es kostest uns keinen Cent und es dauert auch nicht Stundenlang. Die Effekte der Atmung spürst fast sofort. Das nächste Mal wenn du dich also gestresst fühlst, nutzt du einfach diese Atemübung und beobachtest was passiert.

4:6 Atemübung

Egal ob im Stehen, Sitzen oder Liegen. Schliess deine Augen, nimm ein paar tiefe Atemzüge, um in deiner Position anzukommen. Wenn du soweit bist. Atme ein und zähle dabei bis 4. Vielleicht spürst du dabei wie der Brustkorb sich leicht hebt. Atme dann aus und zähle dabei bis 6. Du lässt deine Ausatmung also länger werden. Versuche 5 bis 10 Atemzyklen diesen Rhythmus weiter zu führen. Einatmen für 4 Sekunden, Ausatmen für 6 Sekunden. Zum Abschluss lass die Augen noch geschlossen und den Atem für einen Moment ganz von alleine kommen und gehen. Spür kurz nach, wo du den Atem jetzt spürst und wie du dich fühlst.

Voilá, das ist alles was du tun musst. Ich bin gespannt, wie es war.

Michaela Aue