3 Gründe Meditation noch heute in deinen Alltag zu integrieren

Credit: Alicia Kassebohm

Credit: Alicia Kassebohm

MEDITATION — BRINGT DAS WAS?

Meditation scheint gerade in aller Munde. In einer Gesellschaft, die immer noch von uns verlangt alles höher, schneller, besser zu machen ist fast Jede/r von uns ist auf der Suche den Stress im Alltag zu reduzieren. Dabei scheint Meditation eine große Rolle zu spielen und doch fällt es vielen von uns schwer diese uralte Praktik in unser Leben zu integrieren.

DER URSPRUNG

Fangen wir am Anfang an. Das Wort Meditation stammt aus dem Lateinischen und bedeutet so viel wie: Nachdenken, Nachsinnen. Interessant! Es geht also darum dich nach innen zu kehren, als stiller Beobachter deiner selbst! Entschuldige das Ausrufezeichen, ich möchte nur hervorheben, dass entgegen vieler Ansichten es eben NICHT darum geht nichts zu denken oder keine Gedanken zu haben. Es ist das genaue Gegenteil, in der Meditation bist du im Hier und Jetzt, betrachtest deine Gedanken, ganz ohne Bewertung oder Aufgabe. Meditation hilft uns den ständigen Strom unserer Gedanken ein wenig zur Ruhe kommen zu lassen. Wir lernen zu akzeptieren was ist, jetzt gerade. Das bedeutet Gefühle und Gedanken anzunehmen, so wie sie uns in dem Moment begegnen.

GANZ OHNE SPIRITUALITÄT

Dafür musst du nicht mal spirituell sein. Es braucht keinen großen Meditations-Altar zu Hause, weder Kristalle, Klangschalen noch Räucherstäbchen. Es braucht eben einfach nur dich und dein Engagement dich jeden Tag für ein paar Minuten mit dir selber zu beschäftigen. Ok, falls du dich immer noch Fragen warum du meditieren solltest, hier sind drei gute Gründe noch heute damit zu beginnen.

1. MEDITATION REDUZIERT DEINEN STRESS

Wahrscheinlich einer der Hauptgründe warum wir überhaupt mit Mediation beginnen möchten. Weniger Stress im Alltag.

Mentaler und physischer Stress führen zu einer vermehrten Ausschüttung des Stresshormons Cortisol. Ein konstant erhöhter Cortisol Spiegel führt zu Entzündungen im Körper, welche sich dann in unterschiedlichsten Symptomen ausdrücken können: Schlaflosigkeit, Angstzustände, Müdigkeit, Bluthochdruck und noch einiges mehr.

Eine Studie mit 3500 Teilnehmer hat jedoch belegt, dass die bereits genannten Symptome um ein vielfaches gelindert wurden. Über 8 Wochen wurden die Teilnehmer an die Mindfulness Meditation herangeführt — Konzentration auf die Atmung/ Gedanken kommen und gehen lassen. Nach Abschluss der Studie waren die Entzündungswerte der Teilnehmer stark gesunken.

2. MEDITATION VERBESSERT DEINE KONZENTRATION

Wenn du regelmäßig meditierst wirst du merken, wie es dir wieder leichter fällt länger bei einer Sache zu bleiben und sei es nur, das du deiner besten Freundin viel aufmerksamer bei ihren aktuellen Jobproblemen zu hören kannst.

In der Meditation lernst du deinen Fokus zum Beispiel weg von deinen Gedanken und hin zu deiner Atmung zu verschieben. Sobald du abschweifst und doch wieder bei deiner To-Do Liste landest, holst du dich zurück zur Atmung. Auf diese Weise wird der Geist trainiert bei der Sache zu bleiben, ganz ohne Ablenkung. Und das führt natürlich zu einer bessern Konzentration.

3. MEDITATION FÜHRT ZU MEHR GELASSENHEIT

Mediation kann uns dabei helfen mehr Distanz zu unserem Gedanken- und Gefühlschaos zu schaffen. Sowohl Gedanken und Gefühle sind vorübergehende Phänomene des Geistes. Es ist toll sie zu spüren und zu haben aber oft noch toller sie wieder los lassen zu können. Damit sie uns das Leben nicht unnötig schwer machen. Meditation hilft uns Gedanken und Gefühle zu akzeptieren wie sie sind, jetzt in diesem Moment. Wir schauen sie an, fühlen hin ein und dann lassen wir sie los.

Regelmäßige Meditation schafft also nicht nur mehr Gelassenheit sondern unterstützt dich auch dabei einen besseren Kontakt zu dir selber aufzubauen.

Und, fängst du jetzt gleich an? Wenn du Lust bekommen hast, dann gibt’s hier noch eine kleine, schnelle Übung für dich.

MEDITATION AUF DEN ATEM

Nimm dir für die nächste Woche jeden Tag 3 Minuten Zeit für diese einfache Meditation.

  1. Finde einen bequemen Sitz, entweder im Schneidersitz oder gerne auch auf einem Stuhl. Stell dir deinen Timer auf 3 Minuten.

  2. Schliess die Augen und nimm ein paar tiefe und bewusste Atemzüge.

  3. Wenn du soweit bist bring die Konzentration zur Atmung, sag dir mit jeder Einatmung ‘Ein’ und mit der Ausatmung ‘Aus’. Wenn du den Fokus verlierst, komm einfach zu deinem ‘Ein’ und ‘Aus’ zurück.

Probier es aus und lass mich wissen wie es dir damit geht!

Michaela Aue